Alle Jahre wieder: Darmstadt spielt!

Ihr Lieben! Ja, es ist auch bald Weihnachten, aber das ist nicht das einzige, das jedes Jahr in der kalten Jahreszeit stattfindet. Nein, auch das größte Spieletreffen der Rhein-Main-Region findet einmal jährlich im November statt und erwärmt unsere Herzen: Darmstadt spielt Was ich die Jahre zuvor dort erlebt habe, könnt ihr hier nachlesen, das Erlebte diesen Jahres steht nachfolgend. Um aber den Bogen zu Weihnachten vorher noch zu schlagen: Ich brauche unbedingt eine bessere Kamera. Seit meinem Umzug nach Mainz ist die gute Spiegelreflex nämlich leider in Darmstadt geblieben 🙁

Insgesamt war „Darmstadt spielt“ wieder enorm besucht. An beiden Tagen haben über 6.000 Besucher den Weg ins darmstadtium gefunden. Ein Rekord! Aber eigentlich kommen jedes Jahr immer mehr als im Vorjahr. Bald wird auch das darmstadtium nicht mehr ausreichen 🙂
Dieses Jahr war wieder alles dabei: Flohmarkt, Verkaufsstände, Verlage, Workshops, Turniere, Spieleautoren, Erklärbären, Verlosungen und letztlich auch eine riesen Spieleausleihe.

Arbeiten an der Spieleausleihe

Blick auf die Ausleihe: NeuheitenVon den insgesamt 15 Stunden Event war ich ca. 6 Stunden als Helfer bei der Spieleausleihe. Dort konnten die Besucher sämtliche namhafte Neuheiten des Jahres sowie alte Klassiker ausleihen. Im Bild oben seht ihr einen Blick auf den Neuheiten-Tisch mit den Buchstaben A bis I. Am besten weg ging dieses Jahr neben den Pegasus-Neuheiten Magic Maze und Kingdomino die neue Version meines Lieblingsspiels Ohne Furcht und Adel, Citadels sowie das lustige Würfelwerfspiel Doppel X, das ich demletzt sogar in einer Autorenrunde spielen durfte. Sehr erfreulich war die große Zahl der Spieleausleihen. Über 3.200 Spiele haben wir an die Besucher ausgegeben. Und der Stapel der verschollenen und dann wiedergefundenen Einzelteile blieb bei der ganzen Menge doch noch relativ klein 😉

Spiel, Spiel und Spiel

Schrägansicht auf Viral: StartaufstellungGespielt hab ich an dem Wochenende leider gar nicht mal so viel. Das erste von ingesamt drei Spielen war Viral von Corax Games. Jeder Spieler ist ein Virus und muss möglichst viel von einem Körper übernehmen. Klingt lustig, ist aber super taktisch. Vom Prinzip deckt jeder Spieler gleichzeitig eine Kartenkombination auf, welche der Reihe nach abgehandelt werden. Wirkt erst einmal ein wenig wie Colt Express, bereitet aber durchaus mehr Kopfzerbrechen. Insgesamt war es aber leider nicht so mein Spiel.

Bild des 55. Levels von Pool PartyDie Logikspiele-Abteilung bei „Darmstadt spielt“ ist meist sehr unterbesucht. Schade eigentlich, da v.a. für Kinder solche Spiele sehr förderlich sind. Ich hab mich jedenfalls bei Pool Party an ein paar Pinguinen versucht, die ich mit vier Eisschollenstücken umringen musste. War schwieriger, als ich dachte. Aber immerhin hab ich das letzte Level geschafft 😉

Schrägansicht auf Koniris: EndphaseMein lieber Messe-Freund Sascha betreibt seit geraumer Zeit einen Eigenverlag namens Mangohuhn. Auf der HamsterCon hab ich in diesem Zuge von seinem ersten Prototypen Zombie Polonaise berichtet. Nun hat er seinen zweiten präsentiert: Korinis. Eine Art Dame, wobei vorher die Zugmöglichkeiten erwürfelt werden. Dadurch gewinnt das Lege- und Zugspiel eine Glückskomponente, die ein wenig an Onitama erinnert. Das Spiel wirkte sehr erfrischend, wobei ich vielleicht ein wenig beeinflusst war, da ich am Ende gewonnen hatte 😉

Ich liebe Flohmärkte!

Flohmarktausbeite: 7 Spiele auf der Couch ausgebreitetWenn ich nicht geholfen habe, habe ich die meiste Zeit auf dem Flohmarkt verbracht. Auch wenn dieser dieses Jahr irgendwie teurer war als sonst, konnte ich insgesamt sieben Spiele bzw. Erweiterungen für insgesamt 26,50 € ergattern. Mit Manhattan , welches dieses Jahr übrigens eine Neuauflage erhalten hat, fülle ich meine Spiele-des-Jahres-Sammlung. König der Elfen ist das Kartenspiel zum Spiel des Jahres Sagaland. Castel ist ein frühes Spiel meines Lieblingsautoren Bruno Faidutti und war wohl ein Vorgänger von Ohne Furcht und Adel. Ein Adlung-Spiel durfte natürlich auch nicht fehlen, sowie eine Erweiterung von Imperial Settlers. Und wenn wir es gerade von Auch-Solitärspielen haben: Castle Panic war für schlappe 5 € zu haben! Nebendran war ein Castle Panic für 15 € mit eingeknickter Spieleschachtel. Es lebe die freie Marktwirtschaft und das Preisdumping 😉 Letztlich habe ich mit Coup meine Palette an Social-Deduction-Games erweitert.

Leider war „Darmstadt spielt“ mal wieder viel zu schnell vorbei. Es hat mich super gefreut alte Bekannte aus der Brettspielszene und Freunde aus Darmstadt zu treffen. Darmstadt spielt! ist immer eines der größten Highlights des Jahres für mich und ich kann kaum nächstes Jahr abwarten, dann am 17. und 18. November. Tragt es euch schon einmal ein! 🙂